Trekking im Bergland von Sapa

Trekking im Bergland von Sapa

Es ist Abend und ich bin auf dem Weg zum Bahnhof von Hanoi. Mir steht eine 10stündige Fahrt mit dem Nachtzug ins Gebirge Vietnams bevor auf der mir nicht mehr als eine Stunde schlaf gegönnt ist. Mit drei Chinesen, die kein Wort englisch sprechen verbringe ich anstrengende 10 Stunden. Im Zug lerne ich ein israelisches Paar kennen. Sie befinden sich auf Ihrer 10 (!) monatigen Hochzeitsreise. Wahnsinn. Beide haben nach der Hochzeit ihren Job geschmissen, um eine ausgedehnte Hochzeitsreise zu starten. Gemeinsam mit einem weiteren Paar aus Malaysia beschließen wir gemeinsam durchs Gebirge zu ziehen. Nach der Zugfahrt folgt eine aufregende Serpentinenfahrt in einem absolut überfüllten Van Richtung Sapa. Sapa befindet sich im hohen Norden Vietnams, an der Grenze zu China. Hier bekommt man die Möglichkeit das Leben einer der über 50 ethnischen Minderheiten Vietnams kennen zu lernen. Das Volk lebt in kleinen Berghütten. Um diese zu erreichen, gilt es noch einen langen Weg durch die Berge zu bewältigen.

Es ist fünf Uhr morgens, ich bin völlig erschöpft nach der nun insgesamt 12stündigen Tortur. Aber der überwältigende Anblick auf die im Nebel liegenden Gipfelketten entschädigt mich. Ich packe das nötigste für die Tour, hinterlasse meinen Rucksack in einem Hotel an der Basestation und wir starten unseren ganztägigen Marsch Richtung Hütte. Vereinzelt sieht man die ersten Frauen in der typischen Kleidung der ethnischen Volksgruppen. Sie sind interessiert, witzig und sprechen gutes englisch.

Der Aufstieg beginnt soft und führt durch riesige Reisfelder deren Wasserstand jedoch aufgrund der Trockenzeit niedrig ist. Sie sind wenig beeindruckend und zeigen nicht ihr sattestes Grün. Dennoch begegnen wir immer wieder schönen Fotomotiven, wie idyllischen Bachläufen und einsamen Hängebrücken.

 

 

 

 

 

An einer Träne treffen wir auf ein Krokodil.

Nach dem ganztägigen Marsch erreichen wir am späten Nachmittag unsere Hütte, über die ich ausführlicher im nächsten Blog schreibe.

Am nächsten Tag schaue ich mir das Dorf näher an. Als man mir die Dorfschönste zur Frau bietet, komme ich kurzzeitig in Versuchung. Eine weitere Begegnung der besonderen Art. Die Frau muss mindestens 200 sein. Hier gäbe es nach unserer Meinung wahrlich nichts zu lachen aber die gute Frau kommt auf mich zugewackelt und lacht sich nen Ast ab. Ich schiesse ein paar Fotos und die Frau lacht sich halbtot. Meine Versuche, mich mit Händen und Füssen zu verständigen scheitern.Vermutlich besitzt sie nur das, was sie am Leib trägt, scheint aber die glücklichste Frau der Welt zu sein. Vielleicht ist sie aber auch einfach nur total stoned. Wer weiss schon, was hier alles angebaut wird.

Nach dem Frühstück brechen wir auf und ziehen weiter durchs Gebirge. Eine Gruppe Frauen, die einer ethnischen Minderheit angehören, begleiten uns einige Stunden. Unfassbar, dass die Frauen den beschwerlichen Weg jeden Tag gehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehr pics vom Trekking gibts in der Galerie.

 

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