Dreamland Beach (Pecang)

Dreamland Beach (Pecang)

Der Traumstrand BalisVon meinem Kumpel Dawid, der hier auf Bali ein halbes Jahr studiert hat (Du Sack), erhalte ich einige Tipps mit auf den Weg. Der hotteste Tipp überhaupt: Dreamland Beach! Der Geheimtipp unter den Stränden auf Bali. Wir sind hochgespannt, nach der Enttäuschung unseres Hausstrandes in Sanur und Kuta-Beach, legen wir all unsere Hoffnung nun in Dreamland Beach. Morgens lassen wir uns mit einem Taxi dorthin bringen. Die Fahrt dauert eine halbe Std. Wir erreichen einen Hügel. Über eine grüne Wiese laufen wir bis zur Hügelspitze. Unter einem Holzvorbau sitzen einige Fahrer, spielen Karten und warten auf Fahrgäste. Dann senkt sich der Hügel leicht und wir sehen das Meer bis wir an einen kleinen Weg kommen, der abwärts zum….WOW…übertriebenst geilen Strand Dreamland Beach führt.

Hellblau bis türkises Wasser, RIESEN Wellen, um die 3-4 Meter, der absolute Wahnsinn, und schöner heller und sauberer Sand. Einige Holzhütten bieten Getränke und günstiges Essen an und man kann für 3 Euro die Nacht in einem Warung (Hütte) ohne Wasser und Strom direkt hier am Strand übernachten. Knaller! Die Wellen wälzen sich mit einer ungeheuren Wucht vom Meer Richtung Strand schaffen eine ohrenbetäubende Geräuschkulisse und brechen direkt am Strand. So etwas haben wir überhaupt noch nie gesehen. Begeistert springe ich ins Meer, jeder Welle entgegen. Es dauert keine paar Minuten, bis eine kommt, die ich gehörig unterschätze. Etwa 20 Meter im Meer drückt sie mich unter Wasser, ich gerate in den Strudel, schlage unter Wasser ein paar Saltos und bevor ich mich versehe, hat sie mich bis zum Strand über den Bodengrund geschliffen und spuckt mich mitten auf einem Felsen wieder aus. Dort schlage ich mit dem Kopf auf, reiße mir eine Wunde ins Bein und würge 2 Liter Salzwasser aus…alter Schwede, da war der kleine Jonny übermütig. Mein kompletter Rücken hat Schürfwunden und auch meine Knie sind blutig. Gut, das sollte fürs erste reichen. Ich relaxe den restlichen Tag am Strand.

Auch hier gibt es Händler. Die Frauen kommen mit Sarongs und Schmuck oder T-Shirts und setzen sich neben mir in den Sand, um ihre Waren anzupreisen. Ein völlig anderes Bild, als in Kuta. Sehr angenehm, überhaupt nicht aufdringlich, die meisten sind superwitzig und es macht Spaß mit ihnen zu handeln. Hier treiben wir die Sache nicht auf die Spitze, sondern zahlen gerne einen höheren Preis. Natürlich bleibt es keiner der anderen Frauen verborgen, wenn man bei einer Händlerin etwas kauft und so sind wir eine Stunde später um einige T-Shirts, Sarongs und kitschigen Schmuck reicher.

Zwischen den Holzhütten laufen einige Katzen herum. Mira bestellt sich ein Nasi-Goreng. Natürlich nicht für sich, sondern für die Kätzchen. Wenn sie auch nur eine Katze von weitem sieht, stopft sie ihr Essen ins Maul bevor das Tier auch nur die Chance hat, jämmerlich zu miauen. Normalerweise hat sie auch immer etwas Futter bei sich. Als sie das Essen nimmt und am Boden für die Katzen vorbereitet schaut sie Yoza, die das Essen zubereitet hat, entgeistert an. „Die Katzen müssen Essen,“ erklärt ihr Mira, „sie sind hungrig.“  Yoza rennt ins Haus, um ihren Mann zu rufen. Oh oh, das scheint ihr gar nicht zu gefallen. Wir bereiten uns darauf vor, jeden Moment Ärger vom Hausherrn zu kriegen. Dann steht sie inkl. Mann und Kinder vor uns und beobachtet Mira beim Verfüttern ihres Nasi Gorengs an die Katzen. Sie quatschen einige Worte auf Landesprache, bevor sie anfangen, sich halbtot zu lachen. Das jemand sein Essen an die Katzen verfüttert, scheint hier noch nie vorgekommen zu sein.

 

Weiterlesen macht klug

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2 comments

  1. Pingback: Lookin for Jonny – Weltreiseblog | Lookin for Jonny

  2. Dirk

    dreamland ist ja nun leider Geschichte .. ich gehöre zu einer der letzten die diese tolle Athmosphäre noch geniessen durften … Danke !!!

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