Aitutaki vs. Bora Bora

Aitutaki vs. Bora Bora

Aitutaki oder Bora Bora, „wer“ war denn nun schöner?! War klar, dass diese Frage kommt. Doch kann man pauschal die beiden Bräute wirklich nicht vergleichen, maximal die Vorzüge herausstellen. Ich wage einen Versuch. Bora Bora ist definitiv die Lady, mit den dickeren Dingern und aufgespritzten Lippen, die Diva unter den Inseln. Bora Bora prollt durch ihren irrealen türkisfarbenen „Teint“, der an Perversion tatsächlich nicht zu überbieten ist und hat in Form von Overwateranlagen richtig „Holz vor der Hütte“.

Sie hat deutlich mehr „Lover“, was jedoch keineswegs negativ zu werten ist, weil die Insel groß genug ist und für alle heiratswütigen Platz bietet. So sei es ihr gegönnt.

Bei all meinen Pics scheint der Eindruck zu entstehen, ich hätte mich als Postkarten-Fotograf ausgegeben und zuvor den Strand räumen lassen.

Nein, sowohl auf den Cooks, als auch hier auf Bora Bora, ist es absolut ruhig. Beide Inseln tragen ihre Beliebtheit nicht zur Schau und ziehen ausschließlich „Liebhaber“ mit Stil an. Wer hier von starkem Tourismus spricht, zieht als Maßstab keinesfalls europäische Inseln heran, die ein 1000faches an Touris zeigen. Touristen der Südsee liegen nicht wie Sardinen am Strand.


Selbst bei so viel Schönheit, ist Bora um ausreichend Schönheitsschlaf stets bemüht. Um 8 Uhr abends geht hier das Licht aus, wie ich es noch nirgends auf der Welt erlebt. Wirklich jeder, das Personal, die Mitbewohner der Pension, selbst Backpacker im Dormroom legen sich um 8 hin. Unfassbar! Die Straßen sind wie leergefegt.

Bora Bora verkauft sich zum angemessenen Preis, wenn auch nur in Teilen. So ist ein Besuchen der umliegenden Inseln nicht möglich, sie befinden sich im Privatbesitz.

Locals sind ein Mix aus Franzosen, Polynesiern und Asiaten, rein optisch eine äußerst gelungene Mischung. Die Island Nights sind hier ein größeres Vergnügen, durch (wirklich) wunderschöne Menschen und professionellere Tanzshows, Bora Bora kann die Hüften mal definitiv besser schwingen. (Was macht der strange Typ da unten links auf meinem Bild, geh RAUS!)

Unter der (Wasser)Oberfläche zeigt Bora Bora Stärke mit etwas größerer Tiervielfalt, während Aitutaki durch Giantmuscheln und buntere Korallengärten glänzt.

Aitutaki ist die natürliche Schönheit. Alles wirkt etwas unbeholfener und weniger entwickelt. Flachbrüstig kommt sie mit nur einer Overwaterbungalowanlage daher, die nicht einmal wirklich eine ist, sondern vom Strand aus einige Meter übers Wasser ragt, ganz schön gepushed, was nicht vorhanden ist.

Zimperlich ist sie dafür nicht, lässt gerne jeden mal und überall ran und ermöglicht ein freies Besuchen der umliegenden Motus.

So macht Inselurlaub Spaß. Wie schön, sein Revier abzustecken und sagen zu können

„Von DA bis DA gehörst Du heute mir, Baby.“

Die Tänzer der Island Nights machen das Ganze eher freizeitmäßig und so findet man die Akteure am nächsten Tag auch gerne mal an der Rezeption oder nachts als Securities wieder. Sie hat also für den einen weniger Stil, für den anderen mag das wiederrum sympathisch wirken. Das Mädel von neben an halt.

Wenn man mal günstig „über sie drüber“ will, ist sie die letzte, die einem dies verwehrt. Motorbikes und Fahrräder sind überall erhältlich. Bora dagegen hat Motorbikes inzwischen aufgrund der vielen Unfälle von der Insel verbannt, wodurch eine Inselerkundung für Backpacker empfindlich aufs Budget schlägt (Mietwagen 80-100,- €)

Preislich tun sich die beiden nichts, beide sind „aufs Geld aus“ und halten eher Ausschau nach wohlhabendem Publikum.

Fazit?! Meiner Meinung nach, muss man beide mal „gehabt“ haben. Den wirklich im Gedächtnis gebliebenen, einzigartigen und ins Staunen versetzenden WOOOOW-Effekt hat mir jedoch Aitutaki verpasst.

There she is…

Und das wiederrum ist jetzt reine Typfrage. Ich bin einfach von den seicht aus dem Wasser ragenden, schneeweißen Sandbänken Aitutakis, vor allem von der weitläufigen Sandbank Honeymoon Islands, ein wenig mehr beeindruckt gewesen,

als von der tiefsatten Farbe von Boras Lagune. Die wiederum ist so außergewöhnlich, dass ich mir vorstellen könnte, dass mein bleibender Eindruck von Aitutaki daher rührt, dass ich sie zuerst „besuchte“.

Der Augenblick, in dem man auf Bora Bora aus dem Flieger steigt und die Lagune vor Augen hat, ist wirklich nicht zu überbieten.

Die Inselszenerie mit ihren schneeweißen Stränden, wehenden Palmen und dem türkisfarbenen Wasser jedoch war mir vermutlich bereits durch Aitutaki so sehr bekannt, dass sie mir auf Bora Bora nicht mehr derart imponiert hat, wie es der Fall gewesen wäre, wenn ich zuerst Bora besucht hätte.

Beide sind um ihren Schlaf bemüht, richtig hemmungslos die Sau rauszulassen, kommt für beide nicht infrage. Man muss sich also ein wenig mit sich selbst beschäftigen können, wenn man es mit den beiden zu tun bekommt, sie sind eher inaktiv. Doch wer kann ihnen schon etwas verübeln. Wer gerne aktiv bespaßt werden möchte, ist in Pattaya sicher besser aufgehoben. Die beiden Hübschen wollen einfach nur angesehen werden, bewundert und bestaunt. Strandpromenaden, gefüllte Bars oder Clubs, Fehlanzeige.

Mir macht das nix…chillen bis zur komatösen Apathie, kurz vorm Herzstillstand, no Problem.

Bora ist etwas „launischer Natur“, wobei sich ihr Gemüt wechselhaft ist und von Regen und kompletter Bewölkung in strahlenden Sonnenschein übergehen kann. Aitutaki hat zumindest während meines Aufenthalts immer sonnige Laune verbreitet, was wohl auch an meiner Gesellschaft gelegen haben mag.

Bei beiden Ladys muss man, um „anzubandeln“ zunächst den großen Bruder passieren, Rarotonga und Tahiti, wobei für den Flugpreis nach Aitutaki und zurück fast ein gesamter Airpass für französisch Polynesien mit 5 Inseln erhältlich ist (ca. 300,- €). Dafür nimmt man mit Rarotonga eine Insel der Sonderklasse mit, die Tahiti ganz schön blass aussehen lässt.

Ich habe mal in einem schlauen Buch für Millionäre gelesen (sowas lesen übrigens nur Nicht-Millionäre),

„erfolgreich ist, wer kein „Entweder – Oder“ kennt, sondern sich immer für BEIDES entscheidet!“

Das hört sich für mich mehr als plausibel an! Für einen „flotten Dreier“ bin ich also jederzeit wieder zu haben und würde niemals dazu raten Aitutaki ODER Bora zu wählen.

Doch wartet in nicht allzu ferner Zukunft, den Erzählungen nach, noch eine ganz heiße Lady auf mich…

Maupiti…

Allein der Name ist Musik in meinen Ohren. Sie soll die Rakete unter den Gesellschaftsinseln französisch Polynesiens sein. Schnell noch Huahine und Raiatea „daten“ und dann rüber zu der Kleinen. Spätestens dann kann ich sagen

„Ich hab sie alle gehabt.“



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10 comments

  1. Sylvia Zengerer

    Der beste Text, den ich je über die beiden Inseln gelesen hab! Super!

    • admin

      Ganz lieben Dank. War mir das reinste Vergnügen 😉

  2. Simone

    Nöööööööööööp.

    War mir diesmal mit zu wenig Stil geschrieben, zu bitchig. Nicht dein Niveau (hoffe ich)

    Aber was ich mich beim Lesen diesmal schlussendlich gefragt habe: wie willst du jemals wieder hier klarkommen? Nach all diesem chillen bis zum Herzstillstand? Ich kann es mir nicht vorstellen. Will es auch gar nicht. Bleib dort und schreib weiter für uns. Aber wieder mit Metaphern ohne Frauen als Fleischstücke.

    • Jonny

      Wenn mich jemals jemand dafür bezahlt, bleibe ich gerne ganz weit weg von Deutschland, aber das bezweifle ich, haha 😉

  3. Andi

    Lustiger Bericht he he – Vielen Dank für den Vergleich und viel Spass bei der nächsten Lady!!!

  4. Grexle

    Wirklich der Hammer dein Blog

    hab das Gefühl, dass ich hier in 5min pro Seite mehr Infos kriege, als wenn ich nen lonly planet lese.

    Da ich nächsten April auch in französisch Polynesien sein werde, wollte ich dich gerne fragen, wie denn deine Unterkunft (die für 27€) auf Bora Bora hiess.

    thx

  5. Jonny

    Danke Grexle.

    Die Unterkunft hieß Chez Maeva – Rossin Masson
    Findest du dann auch in einigen Tagen unter „Kosten“ mit pics.

  6. Schockierend! Ja, wirklich schockierend schöne Fotos. Das Wasser ist ja wirklich unglaublich in diesen Farben. Da werde ich wohl meinen nächsten Trip Richtung Asien (noch 10 Tage!) spontan ein wenig ausweiten müssen. Hmm, die Todoliste wird und wird nicht kürzer… 😉

    • admin

      Hey kahunablogger, geht mir genauso, je länger ich reise, desto länger wird die Liste 🙂

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