Black Pearl

Black Pearl

…bekannt als Jack Sparrows Piratenkutter aus Fluch der Karibik, den ich im Original noch im Hafen Puerto Ricos zu sehen kriegen werde, ist an dieser Stelle tatsächlich die schwarze Perle gemeint. Sie spielt in der Handwerkskunst Französisch Polynesiens eine große Rolle und spült neben dem Tourismus große Mengen an Geld in die Kassen der Polynesier. Dabei sind auch mal wahre Schätze unter den Schwarzperlen Ernten dabei, kleine schwarze Kugeln, die ein Vermögen wert sind. Der Wert so einer Perle ist abhängig von ihrer Beschaffenheit. Je reiner und runder, desto besser. Je nachdem, wie das Licht auf die Perlen fällt, strahlen die zunächst dunklen Schätze in allen Regenbogenfarben.

Die Farbfacette reicht von mattem Grau bis grünlich, bronzefarben, tiefschwarz oder reinem silberfarben oder beige. Dabei bringen selbst unförmige oder mit Kerben und Katschen versehene Perlen noch ordentliche Preise ein. Wo ich Banause beim Anblick ovaler, unschöner Perlen immer dachte „Was hat die denn für eine beschissene Billigperlenkette am Hals“, weiß ich heute, das dies ein Zeichen für die Echtheit der Perlen ist. Denn eine wirklich runde, astreine Perle zu züchten ist äußerst schwierig oder besser gesagt naturabhängig. Also Vorsicht bei aalglatten Perlen, die aussehen, als seien sie am Fließband produziert worden, denn das sind sie dann auch, Fabrikproduktion! Unecht!

Interessant finde ich auch, das nicht die schönen weißen Perlen besonders wertvoll sind, sondern eben die viel selteneren dunklen. Einziger Wehmutstropfen ist, das Schmuckstücke im niedrigen Preisbereich zwar noch von Hand, aber nicht mehr in der Südsee, sondern in Asien produziert werden. Dabei lohnt es sich tatsächlich die Perlen containerweise Richtung Asien zu verschiffen und flinke Chinesenhände die Arbeit verrichten zu lassen, bevor das fertige Werk dann seinen Weg zurück Richtung Bora Bora, Tahiti, Maupiti, usw. findet. Wenn es jedoch um echte traditionelle Handwerkskunst geht, werden auch noch einige Kunststücke direkt auf den Inseln produziert, wie diese schönen Muschelschalen, die nicht mehr zur Zucht verwendet und dann zu solchen Vitrinenobjekten verarbeitet werden. Oder aber auch ziemlich bizarre Holzschnitzereinen, über die ich in den nächsten Tagen schreiben werde.

Wer Polynesiens Inseln besucht und ein passendes Geschenk für die Daheimgebliebenen sucht, sollte in den hiesigen Shops definitiv ein Schmuckstück mit schwarzen Perlen ergattern, denn sie sind das ultimative Souvenir der Südsee, gelten als äußerst wertvoll, sind aber in hiesigen Shops absolut erschwinglich.

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