Bora Bora – Der größte Swimmingpool der Welt

Bora Bora – Der größte Swimmingpool der Welt

Bora Bora, der Traum eines jeden Reisenden und zugleich ein nicht bezahlbarer Albtraum für den Otto-Normal-Verbraucher. Allein beim Namen läuft im Hirn ein Südseefilm ab, der an paradiesischen Bildern nicht zu übertreffen ist. Ich stelle mir eine Insel mit unzähligen traumhaften weißen Stränden und glasklarem Wasser vor. Chillige Südsee Musik, absolute Ruhe, wehende Palmenwälder, das Paradies auf Erden. Bora Bora, mein zweiter langersehnter Traum, gleich nach Aitutaki und das selbstverständlich bereits viele Jahre, bevor ich von Aitutaki überhaupt hörte. Bora Bora – kennt jeder und doch niemand.

Als ich auf Bora Bora lande, sitze ich im Flieger natürlich wieder mal auf der falschen Seite. Aus meinem Fenster sieht man tiefblaues Meer und auf der gegenüberliegenden Seite lugt mal zwischen den an der Scheibe klebenden und mit Digicams filmenden Italienern ab und zu das Türkis der Lagune heraus. Dieses Missgeschick wird jedoch sogleich wieder wett gemacht – mit dem ersten Anblick, der mich am Flughafen erwartet.

 

Völlig unreal. Wie mit Öl auf eine Leinwand gepinselt, steht da dieses Ding vor mir (1. pic), mitten im smaragdgrünen….ja irgendwas…ich möchte noch nicht mal beschwören, dass das wirklich Wasser ist. Würde mir jemand sagen, dass die Insel in grünem Schaumgummi steht, würde ich auch das glauben. Ich fotografiere die kleine Insel unzählige Male, vielleicht hat mein Sensor eine Macke, doch das Bild ändert sich nicht. Das Wasser sieht hier tatsächlich EXAKT SO aus! Am liebsten würd ich hineinbeißen, anstatt reinzuspringen und den saftigen Fruchtgeschmack auf der Zunge zergehen lassen. Aber womöglich hat es jemand mit einer grünen Chemikalie angereichert.

Mit dem riesen Katamaran geht’s in 20 Minuten auf die Hauptinsel, der Flughafen befindet sich auf einer Motu, er wurde damals im 2. Weltkrieg von den Amerikanern gebaut. Somit kommt man auch gleich zu Beginn (im Flugticket inbegriffen) in den Genuss einer Lagoon-Cruise. Das Wasser ist wirklich A-B-A-R-T-I-G grün! Sprachlos stehe ich an der Reling.

Ich nehme es gleich vorweg…Bora Bora hat genau 1 Strand auf der Hauptinsel, Matira Point, im Süden und das ist dieses Schmuckstück hier.

Zunichte gemacht die Illusion vom Traumstrand überfluteten Paradies auf Erden. Und hätte ich nicht diesen Arsch voll Glück, den ich im Moment mit mir herumtrage, dann wäre ich wahrscheinlich nicht genau dort gelandet und würde mir in den selbigen beißen. Denn auch hier gibt es keine Roller zu mieten. Ohne Auto – aufgeschmissen. Per Anhalter kommt man einigermaßen vorwärts, doch wer will schon per Anhalter zum Strand fahren. Bora Bora ist eine riesige Overwaterbungalow-Anlage und wird von Honeymoonern belagert, die sich selbst und ihren Bungalow haben. Thats it!

Nun gut, bei der Terrassenaussicht möchte ich mich ungern beschweren.

Ich frage nach einem Drop Off auf eine der umliegenden Motus…nix is! Alles Privatbesitz! Es gibt nur eine öffentlich zugängliche Insel auf der Ostseite im Süden, die auch von den meisten Cruises angefahren wird, ALLE anderen Inseln haben sich entweder Resorts oder ganz krankreiche Menschen unter den Nagel gerissen. Gerne würd ich wissen, was so eine umliegende Insel auf Bora Bora kostet, wahrscheinlich hat mein Hirn nicht mal genug Stellen, um sich den Preis annähernd vorstellen zu können. Fest steht, wer hier so eine Motu hat, hat alles richtig gemacht!

Nichtsdestotrotz, ich bin glücklicherweise an exakt der richtigen Stelle gelandet, in der besten Unterkunft meiner bisherigen Reise, und das für lächerliche 27,- € die Nacht auf der teuersten Insel der Welt; an einem kleinen Stück Strand, der mir das Hirn weghaut, wenn ich auch nur aus meinem Fenster schaue, auf der traumhaftesten Insel dieses Planeten (das wird sich noch zeigen, Bora Bora, ich komme direkt von der gefürchteten Kontrahentin Aitutaki).

Neben mir steht auf Stelzen die gesamte Intercontinental Anlage. Ich glaube ich habe noch nie zuvor so oft ein Hotelresort fotografiert. Ich möchte nicht mal drin wohnen, brauche Sand unter meinen Füssen, höchstens mal von der Bungalowtreppe ins Wasser pinkeln, das wär was. Doch der Anblick ist gewaltig, das Wasser mal wieder weingummitürkis, glückliche (und die sehen wirklich verdammt glücklich aus) Menschen mit Blumenketten laufen den Steg entlang und besteigen Boote, um durch die Lagune zu cruisen.

Glückliche Kinder springen vom Steg vor meiner Pension, spielen miteinander in einer paradiesischen Location, von der sie nicht mal wissen, dass sie für die meißten Menschen dieser Erde immer ein Traum bleiben wird.

Ja, hier kann mans definitiv aushalten…also wenn ich schon mal hier bin.



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13 comments

  1. Alter was für geiles Wasser. Das werde ich im Leben nie zu Gesicht bekommen. Aber dank Dir. 🙂 Viel Spass chillen.

  2. aline

    ein traum !!
    will auch !!
    wäre aber inzwischen zu dritt 🙂

    • Jonny

      Wooooooooooaaaah HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ALINE!!!!

      Ist es ein Jonny?

      • aline

        es ist eine liv 🙂
        1 jahr elternzeit sprich zeit, deine tollen berichte zu lesen !!
        lieben gruß

        • admin

          CONGRATULATIONS!!!
          Dann wird das Jahr ja geringfügig besser, als die vergangenen im Büro! 🙂

  3. Anika

    Waaaaahnsinnnnnnnnnnn! So was schönes hab ich noch nie gesehen, können wir tauschen? 🙂
    Kaum zu glauben -genieß es 🙂

    • Jonny

      Anika, tauschen?
      Lass mich kurz überlegen…NEIN! :o)

  4. Goran

    tolle Bilder, satte Farben ,ein Paradies in jeder Hinsicht !!!
    Das erste Bild mit der Mini Insel,einfach unglaublich so ein kleiner schöner Fleck Erde umringt vom türkisfarbenen Wasser !

      • Ben

        Danke, hatte ich wohl ein Brett vor’m Kopf, dass ich den Teil deines Blogs nicht selber gesehen habe.

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