Fazit Vietnam

Fazit Vietnam

Vietnam ist ein sehr interessantes Reiseland, das einiges zu bieten hat. Den größten Reiz macht wohl aus, dass es nach wie vor ein von deutschen Urlaubern weniger bevorzugtes Reiseziel ist. Der Tourismus im Land ist jedoch in bestimmten Gebieten (Halong Bay) nicht zu unterschätzen. Diesen Massen an Urlaubern Herr zu werden, ohne die von uns erwartete asiatische Zurückhaltung und Freundlichkeit zu verlieren, ist den Vietnamesen aus meiner Sicht noch nicht gelungen. Dies mag an der Unerfahrenheit liegen und der Gier möglichst viel vom Touri-Kuchen abzubekommen, ist jedoch womöglich auch auf die Geschichte zurückzuführen, die dieses durch Krieg geprägte Land hinter sich hat. Die sympathische Freundlichkeit der Thailänder oder Balinesen habe ich hier durchweg vermisst. Es bleibt einem das Bild eines aufstrebenden Entwicklungslandes mit cleverer, geschäftstüchtiger Bevölkerung haften, was für die Entwicklung des Landes womöglich eher von Vorteil ist. Bis zur perfekt englisch sprechenden bettelnden 5jährigen am Strassenrand wirkt alles durchorganisiert und mit klaren Regeln belegt. Erstaunlich aber auch erschreckend, denn das nimmt dem Land den gewissen Reiz der Ursprünglichkeit, die ich erwartet habe. Das gemächlichere Leben im Bergland von Sapa dagegen hat seinen ursprünglichen Reiz noch durchaus erhalten und ist damit definitiv ein Muss! Man sollte seine Energie in den Kontakt zu Einheimischen investieren, die kein Verkaufsinteresse haben. Also Menschen auf der Strasse, die aus anderen Landesteilen selber als Touristen unterwegs sind, Spaziergänger oder Menschen, die irgendwo um einen herum sitzen. Vor allem Schüler sind offen und freundlich, sprechen hervorragend englisch und sind mitunter total witzig.

Die Strände sind schön, blieben jedoch deutlich unter meinen Erwartungen. Ich persönlich habe hier unheimlich viele Begegnungen mit anderen netten Backpackern gehabt und einiges erlebt. Es ist ein aufregendes Land, eben auch perfekt auf Backpacker vorbereitet, mit theoretisch nur 2 möglichen Reiserouten (Nord-Süd oder Süd-Nord), auf denen man immer wieder auf die gleichen Leute trifft. Geschichts- und „Kriegs-“ interessierte kommen hier voll auf ihre Kosten. „Shoppingsüchtige“, wie in allen asiatischen Ländern, ebenso, auch wenn das Preisniveau etwas höher liegt.

 

 

 

Highlights:

Hanoi (inkl. Cyclo-Fahrt)

Trekking-Tour durch das Bergland von Sapa

Hoi An

Mui Ne

Essen in Gar-Küchen am Straßenrand

 

 

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2 comments

  1. Volker

    Also ich war ein paar Jahre früher in Vietnam. Mein Fazit fällt etwas anders aus. Mein Erlebnis in Mui Ne waren die roten Dünen. Ich habe mir ein Scooter gemietet und bin frei Schnauze los. Der Verkehr war schlimmer als in Thailand, aber nicht weit weg von den Dünen hat mich so ein Knirps am Strassenrand angesprochen. Er hat sich quasi als Reiseführer angeboten und wollte gar kein Geld („No money“). Ich habe ihn dann mitgenommen (bin extra langsam gefahren damit es kein Unfall gibt was ihm gar nicht gefallen hat) und dann sind wir gemeinsam auf einer Plastiktüt die er dabei hatte die Dünen runtergeschlittert. Er war superfreundlich und wollte natürlich Geld haben.

    Ein anderes Erlebnis:
    Irgendwo an einem Strand (ich war der einzige Tourist dort) habe ich am Strand Muscheln gesammelt. Kommt ein kleines Mädchen, lächelt mich an, läuft neben mir her und sammelt auch Muscheln. Sobald sie die Hände voll hatte, hat Sie die Muscheln mir in die Hand gedrückt, mich wieder super süss angelächelt und ist wieder gegangen.

    Ein weiteres Erlebnis in Hoi An:
    Ich sitze irgendwo in einem (nicht touristischen) Restaurant. Es spielen zwei Vietnamesen Xianqi (chinesisches Schach – ich kenne die Regeln und kann es auch spielen). Ich schaue zu und werde zu einem Spiel aufgefordert. Es werden drei oder vier. Ich verliere alle bis auf eines (ich glaube er hat mich gewinnen lassen). aber in gebrochenem Englisch parlieren wir nebenbei und zum Schluss bekomme ich noch seine email-Adresse und eine Dose Grüntee geschenkt.

    Saigon hat mir allerdings auch nicht gefallen. Allerdings ist der Süden deutlich wärmer als der Norden. was man am Strand schon spürt.

    • admin

      Das trifft doch ungefähr meine Erfahrungen. Die Bevölkerung ist sehr nett und man sollte möglichst den Kontakt zu ihnen suchen. Meine negativen, relativ barschen Erlebnisse beschränken sich auf den Dienstleistungssektor, Taxifahrer, Händler, Tourismus, etc. Wie man mit zahlenden Kunden umgeht muss hier noch erlernt werden.

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