Flipper- vs. Seekuhschwimmen

Flipper- vs. Seekuhschwimmen

In Xcaret hat man neben den Attraktionen des Wasserparks außerdem die Möglichkeit mit Delphinen zu schwimmen. Auf Flipper bin ich schon seit langem scharf und werde nun die Möglichkeit nutzen. Ich bekommen eine Schwimmweste und einige Instruktionen und dann geht’s auch schon in ein großes Becken mit Meeranschluss, in dem sich 2 Delphine befinden. Ein Delphin schwimmt nach Kommando des Trainers zu mir und lässt sich von mir streicheln, die Haut fühlt sich ganz weich und geschmeidig an, als hätte das Tier Fell. Dann legt es sich in meine ausgestreckten Arme und gibt mir einen Kuss, nachdem ich die Wange hinhalte. Ich werde aufgefordert, mich mitten im Becken mit ausgestreckten Beinen parat zu halten. Von hinten schwimmen zwei Delphine unter mich und schieben mich mit der Schnauze an meinen Fußsohlen in einer Mordsgeschwindigkeit aus dem Wasser. Und so geht es weiter. Einstudierte Übungen, die die Trainer Tourist für Tourist durchgehen. Ein kurzes „ooohh“ und „ahaaa“ und weiter zur nächsten Übung.

Alles sehr nett, aber ganz ehrlich…tiiiiieeeeef unter meinen Erwartungen. Die waren zugegebenermaßen relativ hoch, spricht doch die ganze Welt vom Delphinschwimmen als DAS Lebens verändernde Ereignis überhaupt. Bullshit. Während der 45minütigen Aktion komme ich maximal 1 Minute in körperlichen Kontakt mit den Tieren und ein Bezug zum Tier kann nicht aufgebaut werden. Vielleicht ist das ganze hier auch einfach zu touristisch. Schwimmen mit Delphinen…gibt mir nothing!

Weiter gehts zu den Seehunden, die sind wenigstens witzig. Die Clowns unter den Viechern hier. Lustige einstudierte Tricks bringen die Leute zum Lachen. Ab und zu mal in die Hände klatschen, fürs Foto posieren und schwimmen kann man auch mit ihnen. Schon besser als mit den Delphinen.

Aber der absolute Burner kommt dann. Ich komme an ein Becken mit…

What the f*** – was soll das sein?!

Seekühe! Riesig! Fett! Alles andere als schön! Aber unfassbar friedlich und eine Ruhe ausstrahlend, die einem das Gefühl gibt, das nichts auf der Welt mehr wichtig sei. Die Optik, total crazy. Wie kleine Atombomben schweben sie durch Wasser. Einen abgeschnittenen Rüssel im Gesicht, mit dem sie auf Kommando des Trainers mein Gesicht abschlabbern. Wie ich später erfahre ist auch der Elefant der nächste Verwandte der Seekuh. Ich erhalte eine Schnorchelausrüstung und schwimme in einem natürlichen Becken mit 4 oder 5 Tieren. Seekühe bewegen sich so langsam, dass sich auf ihrer Haut Algen bilden. Sie sind quasi die Faultiere zu Wasser. Irgendwie fühle ich mich allem, was schweinefaul ist stark verbunden, seltsam.

Unter Wasser schnorchelnd kommt eine Seekuh auf mich zu geschwommen.

Das Tier wiegt an die 1000 Kilo.

Dieses arme zarte Ding.

Ich muss es beschützen.

Instinktiv breite ich die Arme aus und umklammere den runden Körper vorsichtig. Wahnsinn. Die Tiere sind so ruhig, zahm und friedlich. Ich verbringe etwa 20 Minuten in dem Becken und beobachte das Treiben der Seekühe unter Wasser. Bis zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht mal dass es solche Tiere gibt, aus den Medien oder dem Zoo kennt man lediglich Seehunde und Walrösser. Es lohnt sich, sie näher kennenzulernen – bei Wiki gibts saugeile pics, die ich aus lizenzrechtlichen Gründen jedoch nicht klauen will. Schaut unbedingt mal hier rein.

Dies war eine der beeindruckendsten Erlebnisse meines Lebens.

 

 

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2 comments

  1. Hey, ich arbeite mich langsam durch Dein Blog und habe festgestellt, dass der Wikipedia-Link zu den Seekühen falsch ist. Man wird auf dubiose Gewinnspielseiten weitergeleitet. http://de.wikipdeia.org/wiki/seek%C3%BChe müsste eigentlich http://de.wikipedia.org/wiki/Seek%C3%BChe lauten.

    • admin

      Hey Alexander,

      super! vielen Dank für den Hinweis!

      LG
      Dennis

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