Merida – Folklore und Prachtvillen der Drogenbarone

Merida – Folklore und Prachtvillen der Drogenbarone

Merida ist die Hauptstadt Yucatans und wird auch Puerta al Mundo Maya, das Tor zur Welt der Maya genannt. Eine mittelgroße Stadt mit ca. 1 Mio. Einwohnern. Der Plaza Grande mit seiner Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert ist das Zentrum Meridas. Hier flaniert man an Shops vorbei, setzt sich in ein Cafe oder genießt die Sonne mitten auf dem Platz auf einer Parkbank. Am Straßenrand stehen Pferdekutschen, die kommen und gehen, wie Taxen. Die Gäule sehen zugegebenermaßen etwas fertig aus, macht ihnen die Hitze doch sehr zu schaffen. Ich setze mich in ein Cafe und verbringe dort gemütliche Stunden lesend in meinem Reiseführer. Von der Reisegruppe, die sich in Gruppen zusammengetan haben. habe ich mich gleich im Hotel abgesondert und bin alleine losgezogen.

Ich erfahre von einer Folkloreshow gegen Abend. Nach einem kurzen Besuch im Hotel, breche ich gleich wieder auf, Richtung Plaza Grande. An der sich sammelnden Reisegruppe schmuggle ich mich im Foyer unauffällig vorbei. Als ich den Platz betrete, sehe ich bereits eine große Menschenmasse, nur Mexikaner, kein einziger Tourist weit und breit, ich bin der einzige verfluchte Gringo. Und die Mexikaner hassen Gringos. Dabei dachte ich, dass die Show für Touristen dargeboten wird. Die Show kostet keinen Eintritt, sie wird einfach so und mitten auf der Strasse für die Menschen aufgeführt, die hier leben. Cool, also quasi ein Rock am Ring in der Villabacho und das für Noppes. Viele kleine Helfer strömen auf die Strasse und stellen einige hundert Stühle links und rechts vom Straßenrand auf. In der Mitte wird ein großes Quadrat ausgespart.

Die Folkloregruppe betritt den Platz und beginnt mit Holzkloks alá Frau Antje einen Stepptanz hinzulegen. Eine beeindruckende Tanzshow mit bunten Kostümen und einer völlig fremd wirkenden Tanzchoreographie. Die Tänzer balancieren große Schalen und andere Gegenstände während des Tanzes auf ihren Köpfen. Spätestens jetzt bin ich angekommen – von Kopf bis Fuß in Yucatan Mexiko.

 

 

 

Am nächsten Tag fahren wir die Paseo Montejo entlang, sehr beeindruckend. Eine lange Straße mit kolonialzeitlichen Prachtbauen. Hier reihen sich die Wochenend-Prunkhütten der Superreichen aneinander, net schlecht, hier würd ichs auch aushalten. Allerdings muss man sich wohl damit anfreunden, den ein oder anderen Paten oder Drogenbaron als Nachbarn zu begrüßen. Hier werden ausgiebige Parties gefeiert, während der Woche steht die Hütte einfach leer.

 

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