Pangsanjan Falls – Mit dem Einbaumkanu stromaufwärts

Pangsanjan Falls – Mit dem Einbaumkanu stromaufwärts

Von Manila aus, lässt sich eine Tour zu einem der beeindruckendsten Wasserfälle der Philippinen unternehmen, den Pangsanjan Falls, die mitten im Dschungel 100 Meter aus dem Urwald ragen.

Vor allem in der Regenzeit ein fantastisches Schauspiel. Der Wasserfall ist ausschließlich über eine einstündige Fahrt mit einem Einbaumkanu entgegen der Stromschnellen zu erreichen. Das verspricht abenteuerlich zu werden, also packen wir das nötigste und machen uns auf den Weg. Wir entscheiden uns bewusst gegen eine geführte Tour und schlagen uns durch den Busbahnhofdschungel Manilas bis wir nach einiger Zeit den richtigen Bus gefunden haben. Beim Einstieg trifft uns der typisch asiatische Kälteschock. Die Klimaanlage auf FreezeGermans eingestellt geht’s los. Da hilft nur eins, Mütze auf, Jacke an und die Hello Kitty Smogmaske aufgesetzt.  In einer Übelkeit erregenden Busfahrt werden wir schockgefrostet und ich bereite mich seelich darauf vor, mein Mageninneres jeden Moment als Crushed Ice zum Vorschein zu bringen. Ich bekomme nur noch mit, wie ich nach einigen Stunden von Natalia aus dem Bus gezerrt werde…“Wir sind da, Du kannst gleich draußen kotzen!!!“ und ich finde mich mitten in der Einöde auf einer Holzbank liegend wieder…kein Mensch weit und breit, außer einem 150jährigen Zigarre rauchenden Philippino der uns ansieht, als kämen wir direkt aus dem All. Ich kann ihm seinen Blick nicht verübeln. Was geht in einem vor, wenn mitten in Asien ein leichenblasser Europäer aus einem Bus stolpert, sich auf die nächste Holzbank rettet und dort regungslos liegen bleibt. Nach der einstündigen Busfahrt beschließen wir die Tour zu den Banaue-Reisterassen, dem absoluten Highlight auf Luzon, zu streichen – 8 STUNDEN Busfahrt könnten dann doch schmerzlich die Galle beanspruchen.

Nach einer guten halben Stunde hält ein Motobike. Wir erklären, dass wir zu den Stromschnellen möchten und der junge Fahrer nimmt uns gegen kleines Geld mit. Er lässt uns mitten an einer Lichtung stehen und meint, wir sollen den Weg entlang laufen, bis wir eine Holzhütte sehen. Dort könnten wir nach Booten fragen. Super. Warum genau haben wir uns nochmal gegen eine geführte Tour entschieden?!

Tatsächlich gelangen wir an eine kleine Hütte, werden dort mit Rettungswesten ausgestattet und besteigen nach einer guten halben Stunde am Flussufer ein Einbaumkanu. Mit 2 Bootsmännern geht es eine Stunde flussaufwärts entgegen der Stromschnellen durch eine malerische Landschaft.

Am Flussufer waschen Frauen die Wäsche und kleine Kinder spielen im Wasser. Als die Strömung stärker und die Felsbrocken im Fluss größer und zum Hindernis werden, steigen die beiden immer häufiger aus und ziehen das Kanu über die Felsen und gegen die Strömung teilweise viele Meter durch den Strom. Nach einer guten Stunde erreichen wir den Wasserfall. Ein tolles Fotomotiv. Man kann sich mit einem Floss für eine fette Dusche durch den Wasserfall führen lassen.

Achtung Abzocke

Die Rückfahrt stromabwärts ist rasanter und nervenaufreibender. Rasanter wegen der Stromschnellen, nervenaufreibender wegen der ständigen Diskussionen der Bootsmänner, die nach mehr Geld verlangen.

Hier findet eine gut durchorganisierte Abzocke statt. Touristen werden am Bootssteg zur Kasse gebeten und später von den Bootsfahrer, aggressivst eingeschüchtert ein vielfaches der Summe noch einmal als Trinkgeld zu latzen! Aber wir lassen uns auf das Spiel nicht weiter ein und verweigern die Zahlung. Entsprechend gelaunt lassen uns die Männer am Steg wieder aussteigen.

 

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