Die Tunnel von Cu Chi

Die Tunnel von Cu Chi

Die Tunnelsysteme der Viet Kong aus dem Vietnam-Krieg von 1965-1975 sind eine Hauptsehenswürdigkeiten in der Region um Ho Chi Minh. Komplette Städte mit Versorgungssystemen, Schulen und allem was man zum Leben benötigt, wurde unter der Erde auf einer Gesamtlänge von 200 km und drei Ebenen gebaut. Touristen haben die Möglichkeit einige Meter durch solch einen Tunnel zu laufen. Bei einer Höhe von 80 cm und eine Breite von 60 cm eine hervorragende Gelegenheit sich seiner Klaustrophobie zu stellen. Es gibt die Möglichkeit, den Tunnel nach einigen Metern zu verlassen oder eine Strecke von ca. 20-30m zu laufen. Eine überraschend große Anzahl Touris brechen nach einigen Metern ab. Der Weg ist zugegebenermaßen mühselig, nach der vollen Strecke läuft mir die Suppe runter und ich bin außer Atem. Ständig gebückt auf so engem Raum eine längere Strecke zurückzulegen ist ein körperlicher Kraftakt, den man gehörig unterschätzt. Der Großteil der Höhleneingänge wurde zudem so klein gebaut, dass es uns Europäern (oder damals den US-Amerikanern) fast unmöglich ist, dort einzusteigen (und damit eben auch nicht, den Vietnamesen im Krieg durch die Tunnel zu folgen). Die Tunnel sind den körperlichen Gegebenheiten der Asiaten angepasst. Beim Versuch in einen Tunnel einzusteigen, bleibe ich mit meinen Schultern stecken. Der Eingang für fette Europäer wurde demnach touristisch „aufbereitet“ (verbreitert).

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2 comments

  1. Ich selbst habe in Vietnam einige Tunnel (Versorgungstunnel) besucht. Anfangs konnte ich nur die Touristentunnel besuchen, nachdem mir das aber auf den Sack ging, wie das vermarktet wird und wie sehr die Tunnel erweitert wurden,( insbesonndere die Eingänge),damit wir Westler da auch reinpassen, habe ich mich auf die Suche nach nicht öffentlichen Röhren gemacht. Das ging nur mit Hilfe Einheimischer. (logisch)…
    Irgendwann wurde ich an einen Vietnamesen verwiesen, der mit seiner Famielie nahe Saigon (Ho Chi Minh Stadt) wohnt. Der hatte tatsächlich einen Tunnelausgang in seinem Garten!!!
    Der ging aber nicht sehr weit, vieleicht 30 Meter. Ab da ist er eingestürzt. Was man aber noch gut sehen konnte, war, das er sehr sehr eng war. Auch war der Boden überseht mit leeren Patronenhülsen, welche der Besitzer des Gartens auf mein Anraten hin auch noch zu Geld machen konnte. (eigentlich war es der Sohn, aber egal)
    Also: Ich werd‘ natürlich nicht den Standort verraten. Aber wer möchte, kann Photos von mir sehen. peterschmitz68@web.de
    Alles Gute

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