Indonesian Popsicle – Es mambo

Indonesian Popsicle – Es mambo

Nach einem kurzen Stopp in good old Germany, bin ich wieder unterwegs und widme mich vor allem exotischen Gaumenfreuden, nachdem ich mich verdienterweise eine Zeit lang mit Currywurst und Sauerbraten verwöhnen lassen habe.

Heute gabs eine indonesische Dessertspezialität zum Nachtisch, die mir einen kurzen Artikel wert ist.

Nach einem hervorragend, scharfem Nasi Padang, (traditionell serviert auf Papier in eine kleinen Bastkörbchen) dass mir die Hosen auszieht und mir für lockere 20 Minuten die Lippen betäubt (einfach nichts anmerken lassen), komme ich in den Genuss eines seltsamen Desserts. (Das Grüne da oben rechts in der Ecke ist übrigens das Chilli! Eine Menge die ausreicht, einer ganzen Kolonie Schärfe erprobter Chilliesser das Gehirn wegzublasen.)

Grünes Mungo-Bohnen Eis (Es Mambo)

Sieht auf den ersten Blick aus, wie ein gefrorenes grünes Bratwürstchen, irgendwas eklig Vegetarisches. Ist aber in Wirklichkeit ein Mix aus grünen Mungo-Bohnen, Kokosnussmilch, Palmzucker und Pandanus –Blättern, die zur Gattung der Schraubenbäume zählen und auch als Blätterdächer im Hüttenbau verwendet werden. Das pürierte Gemisch wird dann in Plastikhüllen gefüllt und tiefgefroren. OOOkey und das soll ich jetzt essen?!

„Very tasty! Veeeery yummi!“ Verspricht mit der Indonese, der mir das Dessert auf den Tisch legt.

Da gabs schon einige andere Empfehlungen auf meiner Reise, wahre Durchfallgaranten. Nicht dass das Ding unappetitlich aussähe, nichts kann meinen Hühnerfuß aus Hong Kong toppen.

Einfach die Vorstellung, gefrorenes Gemüse vor mir zu haben, bereitet mir keine große Lust, herzhaft in dieses Eis zu beißen. Beim ersten Biss, verzieht es mir noch mein Gesicht, mmmh…ein seltsam nussiger Geschmack offenbart sich mir. Der Geschmack verändert sich dann mit zunehmendem Schmelzen des Bohnenwürstchens, die Kokosmilch legt sich mir auf die Zunge und gibt dem ganzen einen leicht tropischen Touch. Meine Zunge muss sich erstmal an den Geschmack gewöhnen. Beim zweiten und dritten Stück, schmeckt das Mambo-Eis dann tatsächlich…sagen wir mal…mambo. Hat man die Hälfte geschafft, schmeckts tatsächlich gut (auch wenn ich hier noch etwas kritisch dreinschaue). Wie auch immer, habe ich mir vorgenommen, diesmal tiefer in die kulinarischen Abgründe asiatischer Kochkunst zu schauen.

Wie sagte mir ein Freund so schön:

„Wenn Du da durch die Pampas reist und darüber schreibst, hast du die verdammte Pflicht, eklige Sachen zu essen, damit wir uns darüber kaputt lachen können. Das machen die im Dschungelcamp schließlich auch.“

Es Mambo! Gar nicht eklig, nur so…vegetarisch. In Indonesien unbedingt ausprobieren!

„Taste good, hah? One more?“

„Ah I´m good!“

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4 comments

  1. *lach* Das Gesicht! xD
    Und ja ich finde auch, dass du eklige Sachen essen MUSST. Nur als ausgleichende Gerechtigkeit und so…

    Liebe Grüße
    Christina

  2. Der Grund, warum man alles probieren sollte, was es in fremden Ländern so gibt, ist, daß immer mal wieder eine unerwartete Köstlichkeit dazwischen ist, die für all das Bohneneis, die Entenembrios, Hühnerfüße und versteckten Chilis entschädigt.
    Also weiterprobieren und berichten, irgendwann ist was leckeres dabei! 😀

    • admin

      Na, das Bohnending war schon nicht schlecht nur gewöhnungsbedürftig 🙂

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