Einmal 3. Insel rechts, please

Einmal 3. Insel rechts, please

 

Ein Problem das zurzeit auf Maupiti herrscht, ist Spritmangel. Weder Lagooncruises, noch der Transport zu umliegenden Inseln ist möglich, niemand kann sein Boot betanken und die wenigen, die noch über Sprit verfügen treiben die Preise ins Unermessliche.

Doch befinden sich 2 Französinnen in meiner Pension, die auf einen Tauchgang gehen, mit dem einzigen Anbieter, der noch etwas Benzin übrig hat. Ich frage den Tauchguide, ob er mich auf einer umliegende einsamen Insel aussetzen kann. Kein Thema, auf dem Weg zum Tauchspot liegt ein winziges und komplett unbewohntes Motu, so wie ich es mir wünsche und er bietet mir an, mich kostenlos dort abzusetzen (meine Meinung über Franzosen ändert sich langsam, doch stetig).

Ich werde nahe Motu Tiapaa von Bord geschmissen und wate etwa 10 Minuten durch das knietiefe Wasser Richtung Land. Dort stoße ich auf eine kleine heruntergekommene Bretterbude, in der ich mich „einrichte“, meine Sachen unterstelle und einen Snack genieße, bevor ich mich aufmache, um das Motu zu umrunden.

Mein Haus Bretterbude, mein Pool, mein Boot, mein Strand! Und kein Mensch hier, der absolute Wahnsinn!

Das Inselinnere ist zugewachsen, jedoch mit langer Hose und anschließend stundenlangem Entfernen der Kletten, passierbar. Der Blick in die Lagune ist fantastisch. Das wechselnde Farbenspiel, ein paar schicke Wolken und die passende Palme dazu, fertig ist der französische Südseecocktail.

Ein kleines Boot passiert die Insel durch die irreal türkisfarbene Lagune und die Insassen schauen neugierig zu mir herüber. Ein Großteil des umliegenden Strandes ist von Korallen und anderem natürlichem Abfall durchzogen. Ich genieße die Stunden auf meiner persönlichen Kleinen Insel für einen Tag.

Dann entdecke ich Eindringlinge! Ich bin nicht alleine! Skandal! Die Kinder schauen erschrocken zu mir herüber. Irgendwie sind sie auf MEINE Insel gelangt. Während ich noch überlege, wie ich dieses Problem „beseitige“, sehe ich auch schon den Vater, scheinbar ein Fischer.

An einem Ende des Motu befindet sich ein gefährlicher Pass, der ins offene Meer führt und tunlichst gemieden werden sollte.  Schon 20 Meter vom Strand entfernt, spüre ich während des Schnorchelns die starke Strömung und muss abbrechen. Der Pass bildet eine Enge mit ungeheurer Sogwirkung und hat schon einige Unwissende durch das Riff außerhalb der Lagune gezogen. Dahinter brechen meterhohe Wellen aufs Riff.

Der reguläre Preis für ein Drop Off auf eine der Motus liegt bei 4-8 Euro und ist definitiv ein Erlebnis, das man nicht missen sollte. Ein relaxter Tag in absoluter Einsamkeit ist garantiert.

 

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4 comments

  1. Volker

    Tja ich habe mal eine Nacht allein auf einer Insel vor Chile verbracht. War zwar nicht ganz so eine Postkartenidylle, aber beeindruckend. Es wuchsen leider nur ein paar Kakteen drauf, dafür gab es einen kleinen weissen Strand.

      • Volker

        Das war die Isla de las Damas. Ist Teil eines Nationalparks und liegt nicht allzu weit von La Serena. Sie wird von Touristen normalerweise im Rahmen einer Tagestour besucht, wobei die Hauptattraktion eine andere unbewohnte Insel ist (Vögel, Seelöwen, … ). Wenn man aber bei der Behörde nett fragt, bekommt man die Genehmigung sogar mehrere Tage/Nächte darauf zu verbringen was aber gut überlegt sein will.

        • admin

          Wow, sehr geile Insel, hab ich gerade mal gegoogelt. Super!!!

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